Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

HÄUTUNG – Malerei von Volker Nikel

Oktober 1 @ 18:00 - November 22 @ 16:00 CEST
Bild VN Ausschnitt 1 scaled

Mit der Ausstellung „HÄUTUNG“ zeigt das Kulturzentrum Rathenow vom 1. Oktober bis 22. November 2026 über 20 Gemälde des Berliner Künstlers Volker Nikel. Im Zentrum steht der Wandel – als künstlerischer Prozess, als persönliche Entwicklung und als Bewegung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Viele Werke begleiten Nikel über Jahrzehnte. Immer wieder kehrt er zu ihnen zurück, übermalt Partien, trägt neue Farbschichten auf oder legt frühere wieder frei. Einige der ausgestellten Werke blicken daher auf eine Entstehungszeit von 20 bis 30 Jahren zurück.

„HÄUTUNG““ beschreibt diesen fortwährenden Prozess: Neues entsteht, ohne dass das Alte vollständig verschwindet. Frühere Zustände ruhen unter der Oberfläche, scheinen an manchen Stellen wieder durch und verbinden sich mit neuen Ebenen. Durch das Überlagern, Freilegen und Transzendieren treten tiefere Schichten an die Oberfläche. So tragen die Gemälde nicht nur Farbe und Form, sondern auch ihre eigene Geschichte in sich.

Gleichzeitig macht die Ausstellung den Wandel in Nikels künstlerischer Sprache sichtbar. Seine früheren Arbeiten sind stärker von langen Pinselstrichen, gestischer Malerei sowie klareren Flächen und Farbkompositionen geprägt. In den neueren Werken löst sich diese Eindeutigkeit zunehmend auf. Figuren treten zurück, Formen überlagern sich und innerhalb der Bilder entstehen kleine, abstrakte Mikrokosmen.

Nikel bewegt sich damit von den Einflüssen der Klassischen Moderne immer weiter in die freie Abstraktion. Die Betrachtenden werden weniger festgelegt – und stärker zum eigenen Sehen aufgefordert. In Anlehnung an Paul Klees Gedanken „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“ entstehen Räume für eigene Assoziationen und immer neue Entdeckungen.

Der Ausstellungstitel steht dabei auch für die Frage, was Veränderung braucht. Was bleibt von vergangenen Schichten? Was muss abgestreift werden, damit Neues entstehen kann? Für Nikel bedeutet Wandel nicht, die Vergangenheit auszulöschen. Sie bleibt Teil des Bildes. Neue Klarheit entsteht vielmehr im Prozess. Und manchmal erst über viele Jahre.

Volker Nikel (geboren 1959 in Berlin) studierte von 1981 bis 1986 an der Hochschule der Künste Berlin und war Meisterschüler bei Klaus Fußmann. Lehr- und Assistententätigkeiten führten ihn nach Italien, Zypern, Paris, London und Zürich. Auch seine künstlerische Arbeit ist international geprägt: Ausstellungen und Projekte führten ihn unter anderem nach Paris, Reykjavík, Las Vegas und Addis Abeba. Für seine Arbeiten wurde Nikel mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem 1. Preis für Skulptur der Stadt Imperia in Italien. Sein Schaffen umfasst Malerei, Bildhauerei, Performance und Kunst im öffentlichen Raum und bewegt sich seit jeher zwischen Figuration und Abstraktion.
Die Ausstellung im Kulturzentrum Rathenow konzentriert sich auf Nikels Malerei und lädt dazu ein, genauer hinzusehen: frühere Spuren aufzuspüren, Überlagerungen zu entdecken und den Veränderungen innerhalb der Werke zu folgen. So wird jedes Werk selbst zu einer Spur des Wandels.
Eröffnet wird die Ausstellung am 1. Oktober 2026 um 18 Uhr mit einer Vernissage im Kulturzentrum Rathenow. Volker Nikel wird vor Ort sein und Einblicke in die Entstehung seiner Werke geben.

Details

  • Beginn: Oktober 1 @ 18:00 CEST
  • Ende: November 22 @ 16:00 CEST

Veranstaltungsort


Hinweise für die Kalendernutzung

SUCHE
Beispiel für eine Veranstaltung im Januar = 01.2024

VERANSTALTUNGEN
im Kalender Jahr und Monat auswählen oder Datum 01.2024 eingeben